Tagesausflug nach Schloss Moritzburg

Der jährliche Tagesausflug für die Bewohner der WHG 36-39 mit Bienert+50-Reisen stand diesmal unter dem Motto, „auf den Spuren von Kurfürst August den Starken“.

Am Samstag, dem 05. Mai 2018  war es so weit. Bei glasklarem blauen Himmel und bereits morgendlicher angenehmer Temperatur starteten wir Richtung Süden. Moritzburg in Sachsen war unser Ziel. In angenehmer Fahrt, durch die blühende Landschaft, vorbei an den zu dieser Jahreszeit üblichen sattgelben Rapsfeldern, erreichten wir nach gut drei Stunden unser Ziel. Schon von weitem bot sich in mitten der malerischen Landschaft ein phantastischer Blick auf die traumhaft schöne barocke Burganlage von Schloss Moritzburg.

Schon während der Fahrt wurden wir von Herrn Bienert ausführlich über die Geschichte von Schloss und  Park Moritzburg informiert. Wir erfuhren eine Menge über das Leben am Hofe, über die Lebens- und Jagdgewohnheiten der kurfürstlichen Herrschaften. Beim Thema Mätressen spitzten ganz besonderes unsere mitfahrenden Herren die Ohren. Aber diese Zeiten sind ja nun wohl doch vorbei.

Angekommen am Schloss, nahmen uns zwei nette Damen aus der Region in Empfang, die uns durch das Gebäude  führten. Mit amüsanten Worten erklärten sie uns in den einzelnen Räumen die dort befindlichen Exponate. Bei den Erläuterungen der verschiedenen großflächigen Gemälde wurde das Leben

an Hofe anschaulich dargestellt. Die kapitalen Hirsch-und Elchgeweihe zeugten von den Jagdgewohnheiten der Herrscher. Die prächtigen Zimmerausstattungen, meist in edlen Ledertapeten, ließen uns staunen. Im Zimmer mit den Damenbildnissen erfuhren wir noch einmal Details über die Familienverhältnisse an Hofe. Wobei der Name der Gräfin Cosel wohl den Meisten von uns ein Begriff war. Den Höhepunkt  bildete dann wohl das Federzimmer, das mit rund einer Million Federn prachtvoll ausgestattet ist.

Nach so viel Kunst und Kultur war es an der Zeit, für das leibliche Wohl zu sorgen. Gedeckte Tische erwarteten uns in der Veranstaltungs-Scheune von Adams Gasthof. Fisch oder Fleisch, das war bereits im Voraus geklärt. Blitzschnell waren Sauerbraten mit Rotkohl bzw. Zanderfilet mit Mischgemüse serviert. Einen leckeren Nachtisch gab es auch noch.

Hufgeklapper ließ uns aufhorchen, die Kremser waren da! Gestärkt traten wir eine  1 ½ -stündige  Kutschfahrt durch den Schlosspark an. Gemütlich zuckelten wir durch die wunderschöne Parklandschaft, vorbei am Fasanenschlösschen und am Venusbrunnen. An der Mole mit Leuchtturm legten wir eine kurze Pause ein. Auch die Pferde genossen es, einmal zu verschnaufen. Die Geschichte mit dem Leuchtturm mitten in einem Schlossteich war schon verwunderlich. Nach der Kutschfahrt war noch etwas Zeit bis zur Rückkehr, die von den Meisten mit einer kleinen Kaffeepause im Garten von Adams Gasthof genutzt wurde.

Pünktlich zur vereinbarten Zeit trafen alle wieder am Bus ein um nach Hause zu fahren. Während der Fahrt erfolgten wie immer die gegenseitigen Danksagungen in denen zum Ausdruck kam, dass wieder alle rundum zufrieden waren. Ein schöner Tag ging zu Ende. Die Stimmung war hervorragend und alle freuen sich schon auf das nächste Mal.

Wie geplant bog der Bus gegen Uhr wieder in den Hundsteinweg ein. Freundliche Verabschiedungen aller Teilnehmer untereinander ließen diesen wunderschönen Tag ausklingen.

Günter Kukol