Lebensraum für Maja & Co.

Das Insektensterben ist in aller Munde. Auch Bienen spielen eine zentrale Rolle für den Erhalt unseres Ökosystems. Seit Jahren aber stirbt weltweit ein Großteil der Bienenpopulationen. Was würde wohl passieren, wenn es keine Bienen mehr gäbe? Logisch, wir müssten morgens auf unser Honigbrötchen verzichten. Und sonst? Auch die Erdbeermarmelade würde entfallen. Und die Äpfel im Müsli. Und überhaupt einen Großteil der Dinge, die im Moment täglich bei uns auf dem Tisch landen. Denn weil die Biene auf ihrer Nahrungssuche, die später in der Produktion von Honig endet, Pollen von Blüte zu Blüte weiterträgt, ist sie die Bestäuberin etwa eines Drittels aller landwirtschaftlicher Nutzpflanzen.

Aus diesem Grund hat die Genossenschaft Kontakt zum Imkerverein Steglitz e.V. aufgenommen, der uns bestätigt hat, dass Berlin für die Bienenhaltung mit seinen umfangreichen Grünanlagen ein idealer Ort ist. Unsere Stadt ist bekannt für ihre Lindenalleen, aber auch Robinie, Kastanie und Schnurbaum sind in den Straßen sehr häufig zu finden. Im Sommer gibt es kaum Trachtlücken, es blüht alles. Berlin ist ein wahres Schlaraffenland für die Bienenhaltung. Da es auf dem Land, bedingt durch Spritzmitteleinsatz und genveränderte Pflanzen auf den Feldern, immer mehr Bienenverluste gibt, hat die Bienenhaltung in der Stadt Zukunft. Deshalb haben wir mit dem Imkerverein vereinbart, dass er im Mai zunächst ein Bienenvolk, bestehend aus zwei Bienenstöcken, auf dem Dach unserer Geschäftsstelle ansiedelt und dieses auch betreut.

Wenn sich die Bienenhaltung in der Paulsenstraße bewährt hat, wollen wir sie eventuell auch in die Wohnhausgruppen ausdehnen.

Wir freuen uns schon auf die ersten Gläser EVM-Honig!