Berichte zum Neubau in Karlshorst

Juni 2016 - Bauteile 1 und 2 wurden bezogen

Genossenschaft organisierte ein kleines Kennenlerntreffen

Nach der Fertigstellung der Bauteile 1 und 2 wurde der Großteil der Wohnungen in der Marksburgstraße 22 und 24 sowie der Karl-Egon-Straße 17 und 18 inzwischen bezogen. Momentan werden in diesem Bereich die Restarbeiten an den Freiflächen erledigt.

Am Samstag, dem 11. Juni 2016, kamen die neuen Nachbarn im Hof einer benachbarten EVM Wohnanlage zusammen, um sich näher kennenzulernen. Die beiden Vorstandsmitglieder der EVM Berlin eG, Jörg Dresdner und Torsten Knauer, nutzten diese Gelegenheit, um über das Gebäude, den Baufortschritt und die geplanten Angebote zu informieren, die über die Wohnungen hinaus im neuen Gebäude entstehen. Außerdem hatten die frisch eingezogenen Mitglieder die Gelegenheit, bei diesem Treffen ihre Fragen an Vorstand und Mitarbeiter der Genossenschaft zu stellen.

Die Wohnungen in Bauteil 3, die sich in der Karl-Egon-Straße 19 befinden, werden bis zum 1. Juli 2016 baulich fertiggestellt sein. Aufgrund eines Wasserschadens werden fünf Wohnungen rund 4 Wochen später bezugsfertig sein als geplant.

Als letztes folgt Bauteil 4 in der Dorotheastraße 14, 15 und 16, der voraussichtlich im August 2016 fertiggestellt sein wird. Die Vergabe der Wohnungen in diesem Bereich ist gestartet. Gemeinsam mit Bauteil 4 wird auch die Tiefgarage übergeben werden können; die Verteilung der Stellplätze läuft momentan.

Ebenfalls im August erfolgt die Begrünung der Innenhofflächen. Hierbei muss natürlich Rücksicht auf Witterung und Pflanzzeiten genommen werden.

Spätestens im Oktober wird der EVM Treff übergeben. Dann steht allen Karlshorster EVM-Mitgliedern in unmittelbarer Nachbarschaft ein neues genossenschaftliches Zentrum mit EVM Treff und EVM Infobüro sowie Gästewohnung zur Verfügung. Wir freuen uns darauf!

Fotos: EVM Berlin eG



Mai 2016 – Erste Vertragsunterzeichnungen und Schlüsselübergaben

Am 6. Mai 2016 unterschrieb das erste Mitglied einen Dauernutzungsvertrag für eine Wohnung im Neubau. Bereits eine Woche später konnten die Schlüssel für drei Wohnungen im ersten Bauabschnitt übergeben werden.

Vorstandsmitglied Jörg Dresdner und Edda Gräter, Leiterin der Bestandsverwaltung, ließen es sich nicht nehmen, bei den ersten drei Schlüsselübergaben dabei zu sein. Sie hießen die neuen Bewohner traditionell mit Brot und Salz willkommen und überreichten die Chronik „Verliebt in Karlshorst“, in deren Neuauflage über das jetzt bezugsfertige Neubauprojekt berichtet wird. Außerdem erhielten die neuen Nutzer einen USB-Stick in Schlüsselform mit einem Zeitrafferfilm, der die Entstehung ihres neuen Heims dokumentiert sowie weiteren Informationen über die Genossenschaft.

Fotos: EVM Berlin eG



September 2015 - Richtfest im preisgekrönten Neubau in Berlin-Karlshorst

Im Fürstenberg-Kiez in Berlin-Karlshorst errichtet die EVM Berlin eG 78 Wohnungen, die mit Abwasserwärme beheizt werden. Senator Andreas Geisel würdigt das Engagement der Genossenschaft.

Die Wohnungsbaugenossenschaft EVM Berlin eG feierte am 18. September 2015 Richtfest in ihrem Neubauprojekt im Fürstenberg-Kiez. Unter den 350 Gästen befanden sich zahlreiche Gäste aus der Wohnungsbaupolitik, wie zum Beispiel der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, Andreas Geisel, Klaus Mindrup, der dem Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit angehört sowie Maren Kern, Vorstand des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen. Durch ihren Besuch würdigten sie das beispielhafte Projekt der Genossenschaft: „Der EVM ist es mit ihrem Neubau gelungen, als Genossenschaft einen wichtigen Beitrag zur Wohnraumversorgung der Berlinerinnen und Berliner zu leisten. Aber nicht nur das: Hier sind Wohnungen entstanden, die auch in Zukunft den Anforderungen nach umweltgerechten Wohnen genügen werden. Und als Verkehrssenator freut mich natürlich auch, das hier ebenso Tiefgaragenstellplätze für 160 Fahrräder und Ladestationen für Elektrofahrzeuge entstanden sind.“, betonte Senator Andreas Geisel.

Im Juli diesen Jahres wurde die EVM Berlin eG vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. mit dem „Genossenschaftspreis Wohnen 2015“ ausgezeichnet. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheitstand. Eine 12-köpfige Jury mit Fachleuten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Journalismus, attestierte dem Neubauprojekt der EVM Berlin eG einen zukunftsweisenden Einsatz innovativer Technik zur ökologischen Energieversorgung des Neubaus und der umliegenden Bestandsbauten. Sie würdigte gleichzeitig das Gesamtkonzept des Projektes: „Die Genossenschaft verknüpft in hervorragender Weise vorausschauendes, generationengerechtes Bauen mit ökologischer Energieversorgung im Interesse ihrer Mitglieder“, so die Jury.

Im Gebäude, das im Karlshorster Fürstenberg-Kiez errichtet wird, entstehen 78 großzügige Wohnungen mit einer durchschnittlichen Wohnungsgröße von über 86 Quadratmetern sowie Tiefgaragenstellplätze für 70 PKW und 160 Fahrräder inklusive Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Der Energiebedarf wird zu 80 % klimafreundlich durch Wärme aus Abwasser gedeckt – gegenüber einer Erdgas-Heizung erspart das Vorhaben der Berliner Luft pro Jahr 35 Tonnen CO2. Doch auch die Bewohner dürfen sich freuen, weil die Betriebskosten deutlich geringer ausfallen als bei einer herkömmlichen Heizungsanlage. In Zusammenarbeit mit dem Architektur- und Ingenieurbüro R. Lichtl sind insbesondere die Berliner Wasserbetriebe Partner bei der Realisierung des Projekts. Durch einen EVM Treff, ein EVM Infobüro sowie eine Gästewohnung entwickelt sich in Karlshorst  ein neues genossenschaftliches Zentrum − diese Einrichtungen können auch von den Bewohnern der umliegenden Bestandsbauten der EVM Berlin eG genutzt werden.

Nicht nur die Energieversorgung des Gebäudes setzt Maßstäbe. Bei der Materialauswahl wurde vorwiegend auf traditionelle und umweltgerechte Baustoffe zurückgegriffen, um die Belastungen für die Umwelt so niedrig wie möglich zu halten. Darüber hinaus werden Gründächer errichtet, die viele ökologische Vorteile haben, wozu unter anderem ein hervorragendes Wasserrückhaltevermögen gehört. Gemeinsam mit einer Regenwasserversickerungsanlage wird so dafür gesorgt, dass der Grundwasserspiegel trotz der Flächenversiegelung nicht abfällt und der natürliche Wasserkreislauf erhalten wird.

Die 2- bis 5-Zimmerwohnungen sind von der Haustür bis zum Balkon barrierefrei gestaltet und die multivalente Grundrissstruktur ermöglicht bei Bedarf die Schaffung alternativer Wohnformen. Die meisten Bäder sind zunächst mit Badewannen ausgestattet. Ohne Eingriff in die Gebäudeinstallation können sie zu einem späteren Zeitpunkt gegen eine bodengleiche Dusche ausgetauscht werden.

Fotos: EVM Berlin eG



August/September 2015 - Einbau der Wärmetauscher

Am 11. September 2015 wurde der Einbau der Wärmetauscher an der Abwasserdruckleitung abgeschlossen.
TV Berlin berichtete über die zukunftsweisende Technik.

 

Quelle: https://youtu.be/CbwPtfpBbXg



Juli 2015 - Beginn der Dachkonstruktion

Während das hochsommerliche Wetter die Menschen ins Freibad lockt, herrscht auf unserer Baustelle Hochbetrieb. Inzwischen sind die Rohbauarbeiten in den Bauteilen 1 und 2 bis auf Restarbeiten abgeschlossen, die oberste Geschossdecke ist in der Marksburg- und der Karl-Egon-Straße eingebaut und provisorisch abgedichtet. Im Bauteil 3 fehlt nur noch das oberste Geschoss und auch im Bauteil 4 gehen, nachdem die durch den Baugrund verursachten Probleme gelöst wurden, die Arbeiten flott voran. In allen Bauteilen sind bereits die „Betonkosmetiker“ unterwegs, die die kleinen und unvermeidlichen Fehler der Rohbaukonstruktion ausbessern.

Die Zimmerleute haben Mitte Juli mit dem Aufbau der hölzernen Dachkonstruktion begonnen, die in unserem Fall aber nur aus einem weit auskragenden Vordach über den Terrassen in den obersten Stockwerken besteht. Danach wird die Dachabdichtung, die auf den Terrassen bereits begonnen wurde,  komplettiert und der Innenausbau kann beginnen. Im Keller und im Bauteil 1 arbeiten die Installateure an der Verlegung der Leitungen für die Haustechnik. Die Wärmedämmung in der Tiefgarage und an den Kellerwänden ist eingebaut; außen und innen wird Ende des Monats mit den Putzarbeiten begonnen. Die Fenster und die Geländer werden zurzeit in den Herstellerwerken vorgefertigt und ab August montiert.

Vergabeverhandlungen laufen noch für die Bodenbelags-, Fliesen- und Malerarbeiten. Die Planung für die Außenanlagen wurde inzwischen  abgeschlossen und die Leistungen ausgeschrieben; wir warten im Augenblick auf günstige Angebote, die uns in die Lage versetzen, auch diese Arbeiten im September beauftragen zu können.

In den ersten Augusttagen werden endlich auch die 3 Baugruben zum Einbau des Abwasserwärmetauschers in der Dorotheastraße entstehen. Im Rahmen der Gespräche mit dem beauftragten Unternehmen haben wir erfahren, dass wir hier nicht so viel Bauzeit wie ursprünglich veranschlagt benötigen werden und daher entschieden, die Dorotheastraße noch etwas länger als Anlieferstrecke für das Bauteil 4 zu nutzen, um die dort entstandene Verzögerung aufholen zu können. Dies wird bis zum Richtfest am 18. September sicher gelingen, sodass bis dahin auch ein Teil unseres „Baustofflagers“ auf der Innenhoffläche verschwinden kann, damit wir genug Platz finden, um die Richtkrone zünftig aufziehen zu können.



April 2015 - Arbeiten an der Decke über dem 1. OG

In den Bauteilen 1 und 2 an der Marksburg- und an der Karl-Egon-Straße wird an der Decke über dem 1. Obergeschoss gearbeitet, im Bauteil 3 an der „Spitze“ zwischen Karl-Egon- und Dorotheastraße wächst das Mauerwerk des 1. OG. Lediglich der Gebäudeflügel an der Dorotheastraße ist wegen stellenweiser Baugrundprobleme an der Nachbargrenze zurückgeblieben. Hier haben die Arbeiten zur Verbesserung des Baugrunds durch das Injizieren von Zementsuspension nach Ostern begonnen, sodass im Mai auch in diesem Bauteil die Bauarbeiten weitergehen können. Trotz der Verzögerung sind wir zuversichtlich, dass die Rohbauarbeiten im August 2015 wie im Terminplan vorgesehen abgeschlossen werden können.

Zur Montage einiger Balkonfertigteile für die bereits fertiggestellten Geschosse wurde im April ein 160-Tonnen-Mobilkran bestellt, der problemlos die immerhin bis zu 12 Tonnen schweren Betonplatten über das Gebäude hob. Dieser Kran wird die Baustelle noch häufiger besuchen, da weitere Balkonplatten im Fertigteilwerk Hennickendorf darauf warten, eingebaut zu werden.

Die Vergaben der Bauleistungen sind weiter fortgeschritten: Die Abdichtungsarbeiten und die Lieferung und Montage der Fenster sind beauftragt, für die Elektro-, Sanitär- und Heizungsinstallationen, für die Trockenbauarbeiten und die Putzarbeiten laufen die Vergabeverhandlungen. Die Planungsarbeiten der Architekten und Fachingenieure sind weiter vorangekommen, Schwerpunkte waren im vergangenen Monat die Anfertigung der Fliesenpläne für die Bäder und die Grünflächenplanung im Innenhof. Ebenfalls wurde die Planung der Bauarbeiten für die Herstellung des Abwasserwärmetauschers an der Schmutzwasser-Druckleitung in der Dorotheastraße abgeschlossen. Die Leistungen sind nun ausgeschrieben worden, und wir warten auf die Angebote. Mit den Arbeiten soll dann im Mai begonnen werden.



März 2015 - Geschossdecke vom Erdgeschoss kurz vor Fertigstellung

Dank des milden Winters konnte die Sohle fast vollständig im Januar eingebaut werden, im Februar wurden die Kellerwände errichtet und Teile der Kellerdecke betoniert, seit dem 10. Februar laufen auch die Maurerarbeiten im Erdgeschoss. Wir verwenden für das Mauerwerk hier fast ausschließlich Porotonziegel, die besonders gute wärmedämmende und raumklimatische Eigenschaften haben. Nur dort, wo die Tragfähigkeit dieser Ziegel nicht ausreicht, kommen auch Stahlbetonwände zum Einsatz.

Inzwischen ist das Kellergeschoss der Bauteile an der Marksburg- und der Karl-Egon-Straße im Rohbau fertiggestellt und das Erdgeschoss der Gebäude an der Marksburgstraße soweit gediehen, dass dort in den kommenden Tagen die darüber liegende Geschossdecke fertiggestellt werden kann. Die ersten Betonfertigteile für die Treppenläufe und die Eingangsvordächer wurden geliefert und montiert. Mit der Deckenfertigteil-Montage in den Gebäuden an der Karl-Egon-Straße haben wir begonnen.

Die Aufträge für die Dachabdichtungsarbeiten und die Fenster werden wir in Kürze vergeben. Die Ausschreibungsunterlagen für die Herstellung des Abwasserwärmetauschers sind inzwischen fertiggestellt. Die Ausführungsplanung läuft planmäßig.



Februar 2015 - Beginn der Maurerarbeiten

Ein großer Teil der Kelledecken ist betoniert.



Januar 2015 - Die ersten (Keller-) Wandelemente stehen

 



November 2014 - Grundsteinlegung

Am 22. November 2014 nahmen rund 250 Gäste im Beisein der Architekten und bauausführenden Firmen an der feierlichen Grundsteinlegung teil. Im Vorfeld der Veranstaltung wurde eine Treppe aufgestellt, über die die Besucher direkt in die Baugrube und an den Ort des Geschehens gelangten.

Gastredner Prof. Dr. Klaus-Peter Hillebrand, Vorstandsmitglied des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU) und Chef des für die EVM Berlin eG zuständigen Prüfungsverbandes, freut sich über das Engagement der Genossenschaft: „Die EVM Berlin eG ist eine wirtschaftlich gesunde Genossenschaft mit einer ausgesprochen hohen Eigenkapitalquote und ich freue mich sehr, dass sie ihr Angebot an attraktivem und bezahlbaren Wohnraum, der in Berlin dringend benötigt wird, durch diesen Neubau weiter erhöht.“

Die Vorstandsmitglieder der EVM Berlin eG, Jörg Dresdner und Torsten Knauer, mauerten gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus-Peter Hillebrand sowie Architekt Roman Lichtl, die Zeitkapsel im Grundstein des rund 20- Millionen-Neubaus ein. Bestückt war die Kupferrolle mit zwei aktuellen Tageszeitungen, einem Satz Euromünzen sowie Satzung, Geschäftsbericht und EVM Report. Es folgten die traditionellen Schläge auf den Grundstein, die mit vielen guten Wünschen für den Neubau im „Fürstenberg-Kiez“ begleitet wurden.

Im Anschluss an den offiziellen Teil stärkten sich die Gäste mit einem Imbiss und die Dixie-Brothers sorgten für musikalische Unterhaltung.



Oktober 2014 - Die Erdbauarbeiten haben in vollem Umfang begonnen

Nachdem im September die archäologischen Erkundungen keine Hinweise auf eine frühere Besiedelung unseres Baugrundstücks erbrachten, konnte der Startschuss für den Aushub erfolgen. Dabei mussten wir ca.  2.000 m³ leicht schadstoffbelasteten Boden abfahren lassen. Dies war keine große Überraschung, standen doch entlang der Karl-Egon-Straße und der Marksburgstraße bis zur Zerstörung durch Bomben im Zweiten Weltkrieg Wohngebäude, deren Trümmer nicht vollständig entfernt wurden. Auch die dann hier gebauten Garagen haben zur Verunreinigung des Bodens beigetragen. Alle Schadstoffe sind jetzt aber entsorgt, das ausgebaggerte Erdreich der Baugrube wurde mit fast 900 LKW-Ladungen abtransportiert und wir können den Grundstein in einer sauberen Baugrube mauern.

Leider hat der märkische Sand einen kleinen Nachteil, den jeder Strandburgenbauer kennt: Wände von Sandgruben rutschen leicht nach, und der sich dann ausbildende „natürliche Böschungswinkel“ ist ziemlich flach. Da der Neubau der Grundstücksgrenze recht nahe kommt und wir vermeiden müssen, dass die angrenzenden Straßen in die Baugrube kippen, haben wir uns dazu entschieden, weite Teile der Baugrube mit einem „Verbau“ einzufassen. Zu diesem Zweck werden 9 m lange Stahlträger im Abstand von etwa 2 m in den Boden eingebracht – früher wurden diese Träger gerammt, heute kann das fast ohne Erschütterung gemacht werden. Um zu verhindern, dass dabei unbeabsichtigt Munition aus Weltkriegszeiten getroffen wird, wurden vorab Sondierungsbohrungen in der Lage dieser Träger hergestellt; ein Kampfmittelexperte war während dieser Arbeiten vor Ort. Zwischen diesen Trägern wurden dann beim Ausheben der Baugrube Zug um Zug starke Holzbohlen eingepasst, die verhindern, dass der Sand nachrutscht. Dieses Verfahren hat sich in Berlin so gut bewährt, dass es deutschlandweit als „Berliner Verbau“ bekannt ist. Diese Arbeiten sind inzwischen abgeschlossen, und die ersten Betonarbeiten an der Sohle konnten ausführt werden.

Bereits im September  konnten wir die Verhandlungen mit den Berliner Wasserbetrieben über die Nutzung des Abwassers zur Wärmeerzeugung erfolgreich abschließen und damit eine kostengünstige und ökologische Versorgung mit Heizenergie langfristig sicherstellen.

Das Auftragsvolumen von über 5 Millionen Euro allein für die Rohbauarbeiten hat uns veranlasst, hier sehr sorgfältig nach dem für uns passenden Unternehmen zu suchen, das wir mit der CONEX Baugesellschaft mbH mit Sitz in Lichterfelde gefunden haben.

Da die Aufzugsschächte auch bereits im Keller beginnen, mussten wir ebenfalls die 7 Aufzugsanlagen noch im Oktober einkaufen. Hier wurde die Firma Otis von uns beauftragt, die nicht nur für die Herstellung der Aufzüge, sondern auch für die Wartung der Anlagen ein für uns günstiges Angebot abgab. Weitere Vertragsverhandlungen mit Bietern der Abdichtungsarbeiten und anderen Gewerken  sind bereits vorbereitet und werden im November abgeschlossen.

Bisher laufen die Planungs- und Bauarbeiten ohne Überraschungen und im Rahmen der Termin- und Kostenpläne. Die Rohbauarbeiten im Keller werden uns in den Wintermonaten beschäftigen, wir sind dabei natürlich auch vom Wetter abhängig. Da wir aber vor allem Betonbauarbeiten ausführen werden, die auch noch bei Temperaturen unter 0°C möglich sind, sind wir nicht übermäßig besorgt. Zunächst einmal haben wir für den 22. November die Grundsteinlegung vorbereitet, und für diesen Tag wünschen wir uns natürlich schönstes Herbstwetter. Danach bitten wir die Mitglieder um kollektives Daumendrücken für einen milden und nicht zu feuchten Winter – nicht nur im Interesse des Baufortschritts, sondern auch zum Wohle der Leute vom Bau, deren Arbeit in der kalten Jahreszeit schwer genug ist.



August 2014 - Beginn der Bodenarbeiten

Die Einrichtung der Baustelle erfolgt ab dem 29. August 2014. Ab 1. September 2014 beginnen die Erdbauarbeiten.



Juli 2014 - Entfernen der Altbebauung und Munitionsbergungsdienst

Am 24. Februar 2014 erteilte das Bezirksamt Lichtenberg die Baugenehmigung. Doch bevor es mit dem Neubau beginnen konnte, musste die Altbebauung entfernt werden, was inzwischen geschehen ist. Das Grundstück ist bis auf Keller-Reste der Altbebauung, die aus wirtschaftlichen Gründen erst im Zuge der Erdarbeiten abgebrochen werden, beräumt.

Als nächstes wurde der Munitionsbergungsdienst "über das Gelände geschickt". Die dabei aufgefundenen Kampfmittel wurden geborgen - glücklicherweise mussten nur kleinere Mengen Munition entsorgt werden. Im Zuge der Beseitigung dieser gefährlichen Altlasten wurden auch Überrreste von Opfern von Kampfhandlungen und Bombenangriffen gefunden, was die bewegte Geschichte des Baugrundstücks unterstreicht.

Parallel dazu wurden die Grundrisse weiter entwickelt. Bei der Planung der Freifläche im Innenhof und der Vorgärten musste berücksichtigt werden, dass das auf dem Grundstück anfallende Regenwasser nicht in die Abwasserkanalisation eingeleitet werden darf, sondern unter Einhaltung hoher Auflagen - wir bauen in einem Trinkwasserschutzgebiet - auf dem Grundstück selbst versickern muss. Im Mai und Juni wurden auf der Grundlage der Ausführungsplanung die Leistungsverzeichnisse fertiggestellt und Angebote über 250 Firmen der Bauhaupt- und nebengewerke vorwiegend im Großraum Berlin angefragt.


Fotos: EVM Berlin eG

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